moser 1-256

Werner Max Moser, 1931

Stilvoll, geradezu filigran und doch robust: der moser ist der Inbegriff des Schweizer Stuhls. Vielen Schweizern gilt der schlichte Designklassiker als "Stuhl der Stühle".

Stilvoll, geradezu filigran und doch robust: der moser ist der Inbegriff des Schweizer Stuhls. Vielen Schweizern gilt der schlichte Designklassiker als "Stuhl der Stühle": Das Modell 1–250, oder wie er schnell bei Architekten und im Volksmund hiess, der "Moser-Stuhl", stand vom Anfang an im Rampenlicht und wurde das bekannteste Möbel von horgenglarus. Er ist in allen seit 1932 erschienen horgenglarus Katalogen abgebildet.
Der Architekt Werner Max Moser zeigte seinen Holzstuhl erstmals 1931 in einer Version mit breiter Lehne anlässlich der von ihm mitgestalteten Wohnausstellung Neubühl. Auch nach dem Krieg war die Resonanz gross. Er erschien 1954 auf dem Titel des vom Schweizer Werkbund 1954 herausgegebenen Warenkataloges und 1958 erhielt er als Modell "183 M" und "183 MA" die Auszeichnung "Die gute Form". Soviel Ehre zieht Nachahmer an, doch "Alle anderen ähnlichen und nachgebauten Stühle werden als Plagiat empfunden", heisst es in den Archiv-Aufzeichnungen.
Der Moser-Stuhl ist sehr vielseitig einsetzbar und man kann lange auf ihm verweilen. Werner Max Moser, ein Schüler Frank Lloyd Wrights, beschränkte sich bei seinem ersten Möbelentwurf auf das absolut Notwendige und doch wirkt der Moser-Stuhl mit seinen runden, leicht ausschwingenden Beinen vertraut. Er erinnert an die Bugholzstühle der Zeit, als auch an den horgenglarus Stuhl classic. Es gibt ähnlich puristische Stühle, es gibt vergleichbar stabile und genauso bequeme Stühle, aber in der Kombination ist der moser, dank seiner stabilen Sitzzarge, einzigartig. Auch die Qualität des Geflechts ist überlegen: Das robuste Joncgeflecht wird per Hand in die Stuhlzarge eingezogen und dort verknotet, so hat es deutlich mehr Halt als ein Maschinengeflecht, das in eine Nut gepresst wird. Eine Kontinuität des Bewährten, heute so modern wie damals.

Sitz Joncgeflecht handgeflochten, Rücken, Füsse und Sitzzarge massiv gebogen
B42, T49, H80, SH46

Varianten

Gestalter

werner max moser

1896 – 1970

Architekt und Möbelgestalter in Zürich. Studium an der Architekturabteilung der ETH Zürich. Praktika bei Grandpré-Molière in Rotterdam und bei Frank Lloyd Wright in den USA. Erste Möbelentwürfe für das Büro des Vaters Karl Moser. Mitbegründer der Wohnbedarf AG (1931) und der Bürogemeinschaft Haefeli, Moser, Steiger (HMS) (1937). Ab 1958 Professor für Architektur an der ETH Zürich und Doktor honoris causa der Technischen Hochschule Stuttgart.

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Materialien
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Hg 100 ebony o lack dsm 40x21 Buche Ebony HG 100
Hg 110 wenge o lack dsm 40x21 Buche Wenge HG 110
Hg 120 maron o lack dsm 40x21 Buche Maron HG 120
Hg 130 mahagoni o lack dsm 40x21 Buche Mahagoni HG 130
Hg 151 nuss o lack dsm 40x21 Buche Nuss HG 151
Hg 172 bu geweisst dsm 40x21 Buche geweisst HG 172
Hg 200 anthrazit o lack dsm 40x21 Buche anthrazit HG 200
Hg 203 schwarz o lack dsm 40x21 Buche schwarz HG 203
Hg 330 weiss dsm 40x21 Buche weiss HG 330
Hg 340 hellgrau dsm 40x21 Buche hellgrau HG 340
Hg 350 grau dsm 40x21 Buche grau HG 350
Hg 520 buche dsm 40x21 Buche natur HG 520
Wunschfarbe auf Anfrage